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Nach der Flutkatastrophe

Kritik am Krisenmanagement

Ein Schock für die Menschen in Skandinavien war es, als in den letzten Tagen die Regierungen mit immer höheren Horrorzahlen aus den Krisengebieten an die Presse gingen. In Schweden rechnete man gar mit 3000 Todesopfern. Nun kehren immer mehr Urlauber nach Hause zurück und die Kritik am Krisenmanagement der Regierungen wird immer lauter.

Das norwegische Parlament Stortinget debattiert derzeit heftig wann, warum und wer nach der Flutkatastrophe Fehler begangen hat. Unter Anderem wird den örtlichen Polizeibehörden vorgeworfen, sie hätten Vermisstenlisten frühzeitig veröffentlicht ohne sie vorher gründlich zu überprüfen. Norwegens Tageszeitung Verdens Gang kritisiert, dass sich der norwegische Außenminister Jan Petersen und Ministerpräsident Kjell Magne Bondevik sich erst nach über einem Tag nach der Katastrophe in Verbindung gesetzt hätten.

In Schweden bemängelt die Öffentlichkeit vor allem, dass einfach zu viele einzelnen Dinge nicht geklappt hätten. Darunter auch die miserable Informationspolitik des Außenministeriums. Die schwedische Außenministerin Laila Freivald hatte am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertags, als die ersten Meldungen über die Katastrophe schon eingetroffen waren, eine Theateraufführung besucht. Die Nachfolgerin von Anna Lindh gilt schon länger auf ihrem Posten als überfordert. Der schwedische Ministerpräsident Göran Persson fordert eine neue Zentralbehörde für Katastrophen um zukünftig besser auf Unglücke reagieren zu können.

Bondevik fasst die aktuelle Lage jedoch so zusammen: "Wir sollten zunächst mal doch alle froh darüber sein, dass die Zahl der Opfer zurückging."

Der norwegische Außenminister plante am späten Donnerstagabend nach Jakarta zu fliegen, um sich einen persönlichen Eindruck der Lage zu verschaffen. Ministerpräsiden Bondevik möchte Ende Januar Asien besuchen. Auch der finnische Ministerpäsident Matti Vanhanen und Schwedens Ministerpräsident Göran Persson wollen zusammen mit Bondevik vom 16-19. Januar nach Thailand fliegen. Dort wollen sie auch den lokalen Behörden für die Hilfe für ihre Landsleute danken.

Die Opferzahlen
Nach aktuellen Angaben beklagen die Skandinavier derzeit insgesamt 88 Todesopfer:

- Schweden 52
- Norwegen 16
- Finnland 14
- Dänemark 7

In Norwegen sind derweil auch 21 Kinder, die ihre Eltern verloren haben, sicher gelandet und werden nun von den Behörden betreut.

Schweigeminuten für die Flutopfer
Wie in Deutschland stand auch in Skandinavien am Mittwochmittag um zwölf Uhr das öffentliche Leben für einige Minuten still, um den Opfern der Flutkatastrophe in Asien zu gedenken. Die Osloer Straßenbahnen stoppten an den Haltstellen und auch bei der norwegischen Staatsbahn hielten die Züge für einige Minuten an. In Stockholm wie auch in Oslo wurde ebenfalls der Betrieb am Flughafen für drei Minuten eingestellt.
Nur Dänemark beteiligte sich als einzige europäische Nation nicht an den Eu-weiten Schweigeminuten.

Norwegen plant derweil den betroffenen Nation nicht nur finanziell sondern auch ganz direkt unter die Arme zu greifen. Da alleine in Sri Lanka an die 20.000 Fischerboote durch die Tsunami-Wellen zerstört wurden, wird überlegt, einige gebrauchte norwegische Fischerboote in die betroffenen Regionen zu senden.

Auch der ehemalige finnische Finanzminister Sauli Niiniströ wurde Opfer der Flutkatastrophe. Nur mit viel Glück konnte er sich auf einen Telefonmast retten, von wo er erst nach zwei Stunden gerettet worden war.
Artikel zum Thema

· Flutkatastrophe: Skandinavien trauert um seine Opfer

Artikel vom 07. Januar 2005

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