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Flutkatastrophe

Skandinavien trauert um seine Opfer

Die Trauer in Skandinavien ist groß. Allein Schweden rechnet mit über 3000 Toten. Die, die eigentlich dem Winter entfliehen wollten, kehren nun in Badebekleidung überhastet zurück. "Wir stehen vor einem nationalen Trauma", sagte die schwedische Außenministerin. Täglich starten Maschinen, um alle Opfer auszufliegen. Auch die Hilfe aus den Heimtländern ist groß.

Das schwedische Außenministerium rechnet mit rund 20.000 Schweden, die sich derzeit in Thailand befinden. Es wird vermutet, dass über 2000 von ihnen ums Leben gekommen ist.

Norwegen hat noch keine konkreten Zahlen, wie viele Landsleute vermissst werden - über 400 sollen es sein. Von bis zu 21 Toten wird zurzeit ausgegangen. Über 5000 Norweger sollen sich in den betroffenen Regionan aufgehalten haben, mit 4290 von Ihnen konnte mittlerweile der Kontakt hergestellt werden.

Derweil wird Kritik gegen die norwegischen Botschaften laut. Ein Botschafter sagte einer norwegischen Nachrichtenagentur, er hätte nur so schnell ins Kriesengebiet gekonnt, weil die schwedische Botschaft ihm ein Ticket besorgt hätte. Auch heimkehrende Opfer bemängeln, dass sie beim Rückflug über Kopenhagen dort zwar die Hilfe der dänischen und schwedischen Botschaften erhalten hätte, aber die norwegische Botschaft dort nicht anzutreffen war.
Auch die "Norwegian Air Ambulance" (NLA) hat drei Flugzeuge angeboten, um verletzte Patienten auszufliegen aber von den norwegischen Behörden noch keine Antwort erhalten, sodass die NLA erstmal zwei Schweden und zwei Finnen nach Hause brachte.

"Hier daheim leben nun viele in Sorge, Verlust oder mit der Ungewissheit wie es ihren Geliebten geht", sagte Ministerpräsident Kjell Magne Bondevik auf einer Pressekonferenz. Am 1. Januar sollen alle Flaggen in Norwegen auf Halbmast wehen.

Königin Sonja war den Tränen nahe, als sie und König Harald für die Opfer der Flutkatastrophe in der Kirche beteten. König Harald rief zu Spenden auf.

Schweden steht vor einem nationalen Trauma
Die schwedische Außenministerin Leila Freivalds sagte auf einer Pressekonferenz, Schweden stände vor einem nationalen Trauma. "Sehr viele Schweden sind betroffen [...] Wir befürchten, dass wir viele von ihnen nicht wiedersehen werden". Tausende Menschen in ihrem Land seien von dieser Tragödie betroffen.
Auch am schwedischen Kriesenmanagement wird Kritik geübt:
Schwedische Ärzte drängten auf Maschinen, die Opfer ausfliegen, die lebensgefährlich verletzt sind. Sonst müssten diese sterben. Auch die Einrichtugn der Notfall-Hotline für Angehörige hätte 24 Stunden gebraucht. Doch Leila Freivalds verteidigte sich, dass man einfach nicht darauf vorbereitet war 90 Anrufe pro Sekunde anzunehmen.

"Jeder wird rausgeflogen"
Finnland beklagt derzeit 14 Tote, es wird allerdings vermutet, dass diese Zahl noch weiter steigen wird. Am Mittwoch sind 700 Finnen aus den Krisengebieten ausgeflogen worden. Auch 100 Schweden wurden von der Finnair mitgenommen. Jeder Skandinavier, auch Schweden, Dänen und Norweger, werden von den finnischen Maschinen mitgenommen. Finnland will versuchen alle seine Landsleute bis Samstag nach Hause zu bringen. Dazu starten beinahe täglich leere Flugzeuge Richtung Thailand und Sri Lanka. Die SAS stellte allein fünfzehn Passagiermaschinen ganz unter die Kontrolle der skandinavischen Botschaften, damit diese sie dort einsetzen, wo die Opfer auf einen Rückflug warten.
"Wir sehen uns als die Fluggesellschaft der Skandinavier und natürlich tuen wir alles, was wir können, um zu Helfen, die Skandinavier zu retten, die Opfer dieser Katastrophe wurden.", sagte Anders Ehrling von der SAS.

Alle zurückkehrenden Maschinen fliegen den "Helsinki Vantaa International Airport" an, wo die Passagiere vom Roten Kreuz und anderen Hilfsorganisationen betreut werden. Finnland vermisst derzeit noch 250 Landsleute.

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In Norwegen werden die Verletzen zum "Gardermoen International Airport" geflogen. Auch hier sind über hundert Rettungskräfte vor Ort und ermöglichen den Rückkehrern Telefonate und medizinische Hilfe. Viele der Verletzten kehren nur in Badebekleidung in winterliche Norwegen zurück. Manche von ihnen sind verletzt und werden gleich weiter in Krankenhäuser gebracht.
Die Sozialbehörden kümmern sich um die Kinder, die ohne ihre Eltern wieder zurückkehren.

Volvo schickt Privatjet
Die Hilfe aus Skandinavien läuft derweil auf vollen Touren.
Die Finnen haben bereits rund 1,3 Millionen Euro an Hilfsorganisationen gespendet. Das norwegische Rote Kreuz sendet eine ganze mobile Klinik nach Sri Lanka. "Das ist erst der Anfang", sagte ein Pressesprecher. Das Militär schickt eine zum Krankenhaus ausgebaute Boeing-Maschine.
Die Norweger spendeten rund 25 Millionen US-Dollar, etwa 150 Millionen Kronen, für die Flutopfer. Man spricht von einer historischen Spendenbereitschaft im Land.
Der schwedische Autobauer Volov hat einen Privatjet nach Asien geschickt, um Schweden aus dem Kriesengebiet auszufliegen.

Artikel vom 30. Dezember 2004

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