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Von Odin zum Erdöl

Norwegens lange Geschichte (2)

Erster Weltkrieg, Weltwirtschaftskriese, Einmarsch der Deutschen. Norwegens turbulente Geschichte im letzten Jahrhundert: Vom ersten Weltkrieg bis zum Reichtum durch das Erdöl.

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Von König Harald Hårfagre bis zum Ende der Union mit Schweden

Erster Weltkrieg
Norwegen versuchte, im Ersten Weltkrieg Neutralität zu wahren, war aber indirekt durch die Handelsflotte beteiligt und vorwiegend auf der Seite der Entente. 1156 Norwegische Seeleute sind im unbeschränkten U-boot-Krieg verschollen. Die Reeder profitierten von guten Frachtraten. Da Teile der Gewinne als Heuer weitergegeben wurden, war das Geschäft auch für die Seeleute interessant. Den Verdienstmöglichkeiten stand aber die Lebensgefahr gegenüber, die den Seeleuten im Kriegsgebiet drohte. Über die moralischen Aspekte dieser Praxis ist danach viel diskutiert geworden.

Zwischenkriegszeit
Norwegen wurde direkt nach dem Ersten Weltkrieg von einem kurzen Wirtschafts-Aufschwung geprägt 1918-1919, als die angestaute Nachfrage an den Markt drängte. Danach verschlechterte sich aber die wirtschaftliche Situation. Wegen der Pari-Politik (Goldstandard) wurde Norwegen von einer Deflationskrise in der ersten Hälfte der 1920er-Jahren am schwersten getroffen. Um die norwegische Krone (Währung) zu stärken, brauchte man hohe Zinsen, die mit der Zeit zu einem Preisverfall führten. Das löste eine Schuldenkrise aus. Immobilienpreise sanken, bis die gekauften Häuser die Kredite nicht mehr sicherten. Nachdem 1927 die Golddeckung sichergestellt war, ging es aufwärts. Daher wurde Norwegen 1929 von der Großen Depression (Weltwirtschaftskrise) nicht so schwer getroffen. Die wirtschaftliche Entwicklung war auch in den 1930ern relativ stabil. Die Weltwirtschaftskrise machte sich bemerkbar, aber nicht so intensiv wie in den 1920ern. 1928 kam erstmals die Arbeiderpartiet (Sozialdemokraten) an die Regierung.

Zweiter Weltkrieg
Norwegen verlegte sich auch im Zweiten Weltkrieg auf eine Neutralitätspolitik. Trotzdem legten die Briten Anfang April 1940 Minen an der norwegischen Küste. Am 9. April 1940 wurde das Land von Deutschland angegriffen (Operation Weserübung). Trotz der Übermacht gelang es, mit den Kanonen und den Torpedos der Festung Oscarsborg das deutsche Kriegsschiff Blücher zu versenken. Die Kriegshandlungen der Invasion dauerten 3 Wochen in Süd-Norwegen und 2 Monate im Norden. Als Frankreich kapitulierte, wurde der Widerstand aufgegeben. Der König und seine Regierung verließ der Kriegshauptstadt Tromsø am 7. Juni 1940 und fuhr nach Großbritannien. Das norwegische Könighaus, König Haakon VII. und Kronprinz Olav (später König Olav V.), gewann im Exil eine sehr starke Rolle und viel Sympathie in der norwegischen Gesellschaft. Die aus London gesendeten Reden des Königs Haakon VII., die auf illegalen Radiogeräten gehört werden konnten, hatten eine große Bedeutung für die Moral und die Stimmung im besetzten Land. Durch diesen Rückhalt in der norwegischen Bevölkerung blieb die monarchische Staatsform unangetastet, solange König Olav V. noch lebte. In den letzten Jahren hat sich jedoch die Einstellung zur Monarchie ein wenig geändert.

Der Führer der norwegischen faschistischen Partei Nationale Sammlung (Nasjonal Samling), Vidkun Quisling nutzte das Chaos für einen Putsch. In einer Radioansprache verkündete er die Machtübernahme durch die Nationale Sammlung. Er wurde aber vom Reichskommissar Josef Terboven, den Hitler zur Verwaltung des besetzten Norwegens einsetzte, größtenteils ignoriert. 1942 wurde er pro forma mit einer Regierungsbildung beauftragt, konnte sich aber als machtloser Premier kaum profilieren. Quisling wurde 1945 wegen Hochverrats in Oslo hingerichtet. International gilt der Name Quisling als Sinnbild für einen Verräter und Kollaborateur.

Von 1500 norwegischen Juden wurde etwa die Hälfte umgebracht.

Nachkriegszeit
Norwegen wurde nach dem Krieg Mitglied der NATO (1948), und akzeptierte den Marshall-Plan zum Wiederaufbau. Die 1940er und 1950er waren geprägt durch Knappheit an Waren und strikte Rationierung. Die erste Regierung unter Einar Gerhardsen (1945) war eine Sammlungsregierung. Später wurde die Arbeiderpartiet (Sozial-Demokraten) zur bedeutendsten Partei, ihre Regierungsperiode ist auch geprägt vom Wiederaufbau und dem folgenden Aufschwung. Die zahlreichen Flüchtlinge aus der armen Finnmark lösten eine enorme Wohnungsnot aus, diese Probleme konnten durch die Regierung gelöst werden, und Gerhardsen wird dafür liebvoll "Landsfader" (Landesvater) genannt. In den 1960er wurde mehrere Aspekte der Planökonomischen Einrichtung verfasst. 1962 wurde die Regulierung des Auto-Verkaufs aufgehoben.

Nachdem 1967 Erdöl in der Nordsee gefunden wurde, entwickelte sich Norwegen zu einem der reichsten Länder in Europa.

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Artikel vom 26. Oktober 2004

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